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Noch ein letztes Mal rauf auf das Rad. Wehmütig und froh zugleich machten wir uns auf den Weg Richtung Paris. Wehmütig, weil die Tage wie im Fluge vorbeizogen und wir uns nicht vorstellen können, das schon wieder alles vorbei ist und froh, weil der Hintern mittlerweile mächtig weh tut und wir uns einfach auch wieder auf zu Hause freuen. Noch einmal kleine knackige Anstiege und längere Abfahrten, durch schöne hügelige Landschaft mit Auenwäldern und durch teils etwas abbröckelnde, aber stets sehr charmante Orte. Überall wird freundlich gegrüßt und auch die Autofahrer mögen auf den ersten Blick einen rabiaten Fahrstil haben, halten sich beim Überholen aber meist sehr zurück. Dann sind die letzten Hügel genommen und die letzten 30-40km geht es entlang des Canal de l’0urcq. Fast bis ins Zentrum Paris.
Und hier: Kulturschock!
Natürlich kommen wir aus einer Großstadt, aber nach sieben Tagen auf dem Land müssen wir uns erstmal an die Menge Verkehr gewöhnen. Aber letztlich läuft es gut, vor allem wenn man sich an lokale Radler hängt und sich ihr Verhalten ein wenig zu eigen macht. Erstens sind rote Ampeln eher als Stoppschild zu verstehen
und zweitens im Zweifel immer in die Kreuzung einfahren. Daneben sind fast alle Einbahnstraßen für Radfahrer auch in Gegenrichtung freigegeben bzw. mit einer extra Fahrspur versehen.
In Paris angekommen kämpfen wir uns zum Arc de Triomphe und genießen in aller Ruhe eine Flasche Schampus, bevor wir uns auf die Suche nach unserer Unterkunft machen.

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Schnell geduscht und gerade rechtzeitig, um noch die letzten Plätze zu ergattern geht es danach in die Kneipe um gemeinsam mit sehr vielen Franzosen das EM-Eröffnungsspiel zu gucken. Eine sehr angenehme Atmosphäre. Anschließend noch durch die halbe Stadt zum Eiffelturm. Hier einfach sitzen, Bier trinken und den abwandernden Menschenmassen zuschauen. Ein paar Rumänen fangen an Fußball zu spielen und da lassen sich die Franzosen nicht lange bitten und spielen mit.

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Ein schöner Ausklang, bevor wir recht müde nach Hause fahren. Heute dann mit dem Zug zurück gen Hamburg über Basel und Sonntag dann wieder richtig zu Hause.
Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und wir nehmen viele Eindrücke mit nach Hause. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei euch allen für die Unterstützung bedanken. Es ist unglaublich, dass wir gemeinsam über 2.000 € zusammenbekommen haben. Wir wissen, Westwind kann sie gut gebrauchen. Wir werden an dieser Stelle sicher eine kleine Pause einlegen, euch dann aber natürlich über die Übergabe der Spenden an Westwind informieren. Was wir dann im Anschluss mit der Facebook- und Internetseite machen, wissen wir noch nicht so recht. Auch wo wir nächstes Jahr hinwollen und ob wir wieder Spenden sammeln, steht noch in den Sternen. Falls jemand ne Idee hat, gerne per Mail oder Kommentar.
So long Hannes und Jonas