4. Etappe: Kastelbell (I) – Trento (I)

118km, 818 Anstieg, 1236 Abstieg, Durchschnittsgeschwindigkeit 25,5 km/h

Leichter gesagt als getan. Dachten wir gestern noch an eine Etappe zum Erholen, so sahen wir uns zwischenzeitig getäuscht. Aber alles der Reihe nach.

Nach einem kurzen Frühstück schwangen wir uns aufs Rad, um direkt nach kurzen 11km unser diesjähriges Bergfest zu feiern. Die Aussage „Jetzt 50km am Stück, oder was“ sollte sich rächen, denn über die nächsten 50km ging es insgesamt zwar etwas bergab, aber die vier doch anstrengenden Kuppen hatten wir gestern in aller Euphorie wohl verdrängt.

Danach fuhren wir uns doch allmählich ein und kamen ins Rollen, das alles in wunderschöner Landschaft durch endlose Apfelbaum-Plantagen mit sanften tiefgrünem Berghängen am gesamten Horizont, immer wieder gekrönt durch fantastische Panoramen ins gesamte Tal, wenn wir unerwartet erwähnte Steigungen den Berghang entlang fuhren.

Nach einer kurzen Rast nahmen wir die letzten 53 km in Angriff, die fast ausschließlich auf dem Deich entlang der Etsch längs führten, und bei inzwischen fast 30 Grad waren wir froh für die zahlreichen Wassersprenkler, denen nicht nur die Bäume dankbar waren.

So erfrischt rissen wir die letzten 53 km mit einem 30er Schnitt bis Trient ab und genossen dann erstmal einen verdienten Café freddo.

Salute