3. Etappe: Landeck (A) – Kastelbell (I)

118km, 1928 Anstieg, 2124 Abstieg, Durchschnittsgeschwindigkeit 22,8 km/h

Anders als gestern sollte uns die dritte Etappe nicht so viele Bekanntschaften bescheren. Und wenn auch nicht weniger schwer war der Charakter dieser zweiten Königsetappe über den Reschenpass ins Vinschgau ein ganz anderer als bei der gestrigen über den Fernpass.

Von Beginn an fuhren wir meist auf asphaltierten Radwegen mit sehr wenigen guten Schotterpassagen noch im hier recht breiten Inntal, welches sich ab Pfunds zu einer engen Schlucht wandelte. Wir wechselten auf die Landstraße mit einer ersten knackigen Steigung, gefolgt von einer rasanten Abfahrt durch die Schlucht ins schweizerische Martina. Grüezi Schweiz, Ade Schweiz. Unmittelbar hinter der Zollstelle bogen wir direkt wieder nach Österreich ab und es begann etwa bei Tageskilometer 40 die 6km Steigung zur Norbertshöhe.

Die Auffahrt durch elf Kehren auf einer sehr wenig befahrenen Nebenstraße war anstrengend, aber letztlich mehr eine Sache der Kondition als des fahrerischen Könnens.

Auf der Norbertshöhe legten wir eine kleine Pause ein, bevor nach der Abfahrt nach Nauders der finale Anstieg auf den Reschen anstand. Oben wurden wir mit einem herrlichen Ausblick auf den Reschensee belohnt. Ciao Italia.

Ab nun rollte es quasi von allein. Auf der Hochebene Rückenwind und dann rein in die Abfahrt Richtung Vinschgau und Etschtal. Das allermeiste davon auf nach wie vor gut ausgebauten Radwegen mit 1A Asphalt. Da kann man einfach mal die Beine baumeln lassen. Deutlich zu merken der Temperaturunterschied. Südlich der Alpen sind es gefühlt 10 Grad wärmer, zum Teil schon drückend. Der Weg ist gesäumt von Apfelbäumen.

Morgen feiern wir dann während einer echten Erholungsetappe Bergfest, bevor es ab Trient wieder mehr bergauf und ab geht.

Bis morgen aus Trento…